Segeltour Teil I – Auf der “Ron of Agryll”

Am 23. November sind wir von unserer Segeltour um die Whitsunday Islands zurueckgekehrt. Am 21. wurden wir frueh morgens mit dem Bus vor einer Tankstelle abgeholt. Anne und ich sassen schon im Bus und es schienen noch ein paar Leute zu fehlen. Insgesamt sollten wir 12 sein. Doch dann hielt ein Wagen vor unserem Bus und ein paar kahlgeschorene Schotten und ein paar fuelligere Schottinen stiegen aus. Dann  fing auch gleich einer an, Bier, Wein und Mixgetraenke in Unmegen in den Bus zu hiefen. Ich glaube die vier Jungs hatten in drei Tagen bestimmt 150 Bier gekillt und die drei Maedels ein bischen weniger an Mixgetraenken. Na, das ist nicht die erhoffte Reisebegleitung, die man sich auf einer gemuetlichen, dreitaegigen Segeltour vorstellt. Doch eigentlich wurde es ganz lustig.

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Swinging Man

Ebenfalls an Board war ein schwedisches Paerchen aus Stockholm und eine merkwuerdiges Zeug redende Englaenderin. An Board wurden wir zuerst unseren Betten zugewiesen, oder dass was man fuer ein solches halten kann. Anne und ich wurden je ein Bett ganz vorne im Boot zugewiesen. Ich konnte mich noch nichteinmal ins Bett setzen, so tief war die Decke. Und ich nannte mein Bett ab sofort nur noch den Sarg. Ueber uns war eine Luke, von der aus man direkt an Deck kommen konnte. Alle Schottten wurden von der Organisatorin in weiser Voraussicht ganz hinten im Boot untergebracht. Das mit der Luke war ganz praktisch. So hatte man Nachts ein wenig Luftzug, auch wenn es in der ersten Nacht reinregnete.

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Inselwelten

Dann bekamen wir die ueblich Sicherheitseinweisung von einem langhaarigen, blonden Australier, der auf dem Boot die ganze Laufarbeit verrichten musste. Der Steuermann, ein etwa 45 Jahre alter Australier, sah so aus, wie der Vater des Jungen in der Flipperserie. Es war ein sehr merkwuerdiger Kerl. Er wollte immer unspontanen Applaus fuer seine unmotivierenden Aktionen, grenzte sich sonst eher ab und es machte ueberhaupt keinen Spass sich mit ihm zu unterhalten. Fuer ihn war es wohl nur ein Job, den er machte um Geld zu verdienen, die Touris waren ihm schnurz.

Als wir den Hafen verlassen hatten, setzten wir alle 4 Segel. Das war schon beeindruckend, als sich daraufhin das Boot in eine Seite neigte und ein paar von uns nach unten rutschten. Das Boot, die Ron of Agryll, wurde Anfang des letzten Jahrhunderts vom Stapel gelassen und diente jetzt als Tourikutsche. In der Toilette konnte man gleichzeitig duschen, auf die Toilette gehen und, wenn man die Arme ausstreckte, von hier aus sitzend gleich in der Kueche kochen. An Deck gab es eigentlich kaum gute Sitzmoeglichkeiten fuer uns 14 und so sass man sich meist auf dem Boden den Hintern platt.

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Segel gesetzt

Die Schotten legten auch gleich ein Biertempo vor und ich unterhielt mich mit dieser Englaenderin. Sie quasselte eine sinnloses und bloedsinniges Zeug, dass ich gleich eine Matschbirne bekam. Anne unterhielt sich mit den Schweden. Und hatte mehr Erfolg. Diesen waren ganz nett und wir verbrachten die meiste Zeit und teilten unseren raren Rotwein mit Ihnen. Nach ein paar Stunden hielten wir in der ersten Bucht zum Schnorcheln. Eine Sicherheitseinweisung folgte und es konnte losgehen. Ich sprang mit einem Begleiter vom Boot ins Wasser und schwammen zum Tauchrevier. Die anderen wurden mit dem Schlauchboot dorthin gefahren. Das Wasser war relativ klar und befand man sich in grossen Fischschwaermen. Die Fische umkreisten einen wie Muecken und man musste sie beim Schwimmen beiseite schieben.

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Die Sonne geht bald unter

Am Abend hielten wir in einer ruhigen Bucht (siehe unten). Hier waren schon ein paar Boote versammelt. Wir Jungs sprangen nochmal ins Wasser und schwammen eine Runde. Die Maedels blieben an Board und zogen teilweise einen Pullover an, obwohl es noch relativ warm draussen war. Am naechsten Morgen gegen 7 Uhr wurden Anne und ich wach, denn unser Sarg war nicht nur eine Art Bette, sondern hier wurde auch der Anker eingeholt. Von dem Lauten Geraeusch der eingeholten Kette stand ich Aufrecht im Bett, doch das ging nicht und so stiess ich mir den Kopf. Das Bett war noch ein wenig feucht, denn es hatte nachts ein paar mal gefisselt. Ich hatte kaum geschlafen, denn ich hatte so ca. 100 mal die Luke geoeffnet und wieder geschlossen, geoeffnet und wieder geschlossen, geoeffnet und wieder geschlossen. Also standen wir auf, bentetzten unsere Haut mit ein paar Tropfen Trinkwasser und tranken einen Instantkaffee. Dann machten wir uns auf zum Whiteheaven Beach.

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Ankerplatz und ab ins Wasser

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Mr. Leg

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Perspektive (die Schwedin und Anne)

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Alles im Griff

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